der U6-Wastl

Und dann gibt es da diesen unbeschreiblich schmutzigen, langhaarigen, langbärtigen, barfüßigen, in Fetzen gewickelten Sandler, der mit offensichtlichem Vergnügen zu morgendlicher Stoßzeit kurz vor dem Schließen der Türen aus dem Hinterhalt (hinter eine Ecke oder Säule hervor, so dass man nicht schon im Vorfeld eine andere Einstiegsstelle anpeilen kann) in die volle U6 wieselt und sich vehement durch die Sardinenansammlung quetscht, um den letzten freien Sitzplatz zu ergattern, womit mindestens 20 Personen durch direkten Körperkontakt den Tag versaut ist. Wenn er den angepeilten Platz erreicht hat, sind keine 30 Sekunden später rund um ihn 12 Sitzplätze frei, die Keiner mehr will, obwohl das Gedränge, in das man am anderen Ende des Waggons geflüchtet ist, beängstigende Dichte erreicht.
Er freut sich dann immer.
Grinst das Passagierknäuel am entfernten Waggonende triumphierend an.

Den unbeschreiblichen Gestank bekommt man den ganzen Tag nicht aus der Nase. Sollten diese olfaktorischen Geiselnahmen seine Rache an der Gesellschaft sein: Glückwunsch! Gelingt jedes Mal wieder.

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